Schatzmeister

Torsten Frank, Schatzmeister von Maitri Vihar

Seit meiner Arbeit als Entwicklungshelfer Anfang der neunziger Jahre in Nepal fühle ich mich mit den Menschen im Himalaya verbunden. Die Mischung aus Lebensfreude und Demut, das verbreitete Gefühl der Schicksalhaftigkeit des Lebens hat mich in besonderer Weise fasziniert. Als langjähriger Vorsitzender der Nepali-Deutschen Gesellschaft – „Nedeg“ – war es für mich keine Frage, meine administrativen Erfahrungen bei der Gründung von Maitri Vihar einzubringen.

Bereits ein kleiner Geldbetrag, an der richtigen Stelle eingesetzt, kann eine sehr konkrete Verbesserung erreichen. 200 Euro in Verbindung mir der aktiven Mithilfe der Dorfbewohner können dazu ausreichen, einen Brunnen für sauberes Trinkwasser zu bauen. Ein Solarkocher für 350 Euro kann helfen, den Holzverbrauch einer Klosterküche zu halbieren.

Soziale Sicherungssysteme, wie wir sie in Deutschland kennen, existieren in Uttarakhand nicht. Krankheiten, der Ausfall von Ernten, der Tod von Familienmitgliedern, führen schnell zu existenzbedrohlichen Situationen. Oftmals sind es dann kleine von Spendengeldern finanzierte Programme, die hilfreich wirken. Einzelne Schicksale werden selten vom Radar internationaler und großer Organisation erfasst.

Im vollen Bewusstsein, dass es auch in unserer eigenen Stadt genug Hilfsbedürftige gibt, sollte der Blick auf andere Regionen in der Welt nicht verlorengehen. Nicht zuletzt können davon beide Seiten profitieren.

Maitri Vihar hilft Menschen im Himalaya finanziell – während wir dabei lernen, unser eigenes Leben zu relativieren und die Welt als EINE zu erleben.

www.nedeg.de