Heilkräutergarten und Schulungszentrum für das Kloster Bigu Gompa

Der Sindhupalchok-Distrikt östlich von Kathmandu gehört zu dem am meisten betroffenen Bergregionen des schweren Erdbebens von 2015 . Ganze Dörfer wurden zerstört, doch staatliche Hilfe kommt hier nur spärlich an. Zu groß ist das Ausmaß des Erdbebens in vielen Gebieten von Nepal, dessen Folgen ein wirtschaftlich wenig entwickeltes Land  nur schwer selbst bewältigen kann. 
Zerstört wurde auch das größte Frauenkloster Tashi Chime Gatsal Nunnery, in Reiseführern oft unter dem Namen des Verwaltungsgebietes als Bigu Gompa bezeichnet. Schon bei den ersten Beben im April 2015 wurde das Kloster schwer beschädigt. Das Nachbeben im Mai 2015 ließ nur noch Trümmer übrig. 99 Prozent des Dorfes und das Kloster wurden zerstört.

Nach dem Erdbeben wohnten die achtzig Bewohner in einer temporären Unterkunft im Kathmandu-Tal. Nur zwei Nonnen blieben in den Bergen, um das Gelände zu sichern. Die Zerstörung war so groß, dass ein Wiederaufbau als unmöglich erschien. Geshe La, der Abt des Klosters, hat sich von seiner Vision leiten lassen und im Frühjahr 2016 den Wiederaufbau in Angriff genommen.

Von NSET (National Society for Earthquake Technology) wurde ein Gutachten erstellt, dass der Wiederaufbau an gleicher Stelle möglich ist. Jedoch müssen die Gebäude entsprechend gebaut werden. Die NSET steht hierfür zur Beratung zur Verfügung.

Im Januar 2017 lebten die Mehrzahl der Nonnen wieder in notdürftigen Unterkünften auf dem Gelände von Bigu Gompa. Erstes Ziel ist es, die Unterkünfte der Nonnen, die Gemeinschaftsräume und die Schulgebäude wieder aufzubauen.
Das Kloster ist seit Januar 2017 wieder für mit Allrad betriebene Kleinlaster erreichbar.

Maitri Vihar hat sich zum Ziel gemacht, das Kloster und damit auch die Bewohner der Region dabei zu unterstützen, einen Heilkräutergarten anzulegen und einen Schulungsraum einzurichten. Erster Schritt ist die Wiederherstellung der Wasserversorgung. Die alte Quelle muss neu gefasst werden.Die Wasserversorgung soll im März 2017 mit Hilfe eines Schweizer Experten wieder hergestellt werden.

Wissenschaftlich unterstützt wird das Projekt von Dr. Tenjing Dharke Guge, Leiter des neu eröffneten Sowa Rigpa Internatinal College in Kathmandu.
Auf dem Gelände wird auch der Aufbau eines Gesundheitszentrums vom Bremer Verein Brepal e.V unterstützt.
Durch die Allianz von verschiedenen kleinen internationalen NGO’s wird der schon nicht mehr für möglich gehaltene Wiederaufbau des Klosters verwirklicht.