MAITRI VIHAR – Himalaya Projekt e.V.

 

Liebe Yoga–Freunde,

unter dem Eindruck der großen Flutkatastrophe 2013 im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand haben wir uns entschlossen, den Menschen in der Himalaya-Region zu helfen. Einige von uns besuchten bei einer Reise mit unserer Yoga-Schule Dörfer, die kurze Zeit später von Geröllmassen begraben wurden.

Uttarakhand ist geprägt von hohen Bergen des Himalayas. Entsprechend groß waren die Auswirkungen des anhaltenden Regens: Berghänge kamen ins Rutschen, kleine Flüsse entwickelten sich zu reißenden Strömen, und die Infrastruktur wurde nachhaltig zerstört. Menschen verloren ihre Existenz, Kinder wurden zu Waisen.

Ziel des Vereins ist es, nicht nur kurzfristig Einzelnen zu helfen, die in Not geraten sind, sondern ein langfristiger Partner für Hilfsbedürftige zu sein.

Mit unserem gegenwärtigen Projekt sammeln wir Spendengelder für den Aufbau der Wasserversorgung und die Schaffung eines Heilkräutergartens für das Nonnen-Kloster Bigu Gompa in Nepal, welches im Epizentrum des Erdbebens von 2015 lag.

Unser Verein Maitri Vihar, der als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt wurde, möchte die Unterstützung vieler Menschen dazu nutzen, diese Ziele zu erreichen.

 

Josua Schulze – Vorsitzender

Begona de la Marta – Zweite Vorsitzende

Heilkräutergarten und Schulungszentrum für Bigu Gompa

Der Sindhupalchok-Distrikt östlich von Kathmandu gehört zu dem am meisten von dem schweren Erdbeben 2015 betroffenen Bergregionen. Ganze Dörfer wurden zerstört, doch staatliche Hilfe kommt hier nur spärlich an. Zu groß ist das Ausmaß des Erdbebens in vielen Gebieten von Nepal, das als wirtschaftlich wenig entwickeltes Land die Folgen nur schwer selbst bewältigen kann.

Zerstört wurde auch das größte Frauenkloster Tashi Chime Gatsal Nunnery, in Reiseführern oft unter dem Namen des Verwaltungsgebietes als Bigu Gompa bezeichnet. Schon bei den ersten Beben im April 2015 wurde das Kloster schwer beschädigt. Das Nachbeben im Mai 2015 ließ nur noch Trümmer übrig. 99 Prozent des Dorfes und das Kloster wurden zerstört. 

Nach dem Erdbeben wohnten die achtzig Bewohner in einer temporären Unterkunft im Kathmandu-Tal. Nur zwei Nonnen blieben in den Bergen, um das Gelände zu sichern. Die Zerstörung war so groß, dass ein Wiederaufbau als unmöglich erschien. Geshe La, der Abt des Klosters, hat sich von seiner Vision leiten lassen und im Frühjahr 2016 den Wiederaufbau in Angriff genommen.

Von NSET (National Society for Earthquake Technology) wurde in einem  Gutachten bestätigt, dass der Wiederaufbau an gleicher Stelle möglich ist. Jedoch müssen die Gebäude entsprechend gebaut werden. Die NSET steht hierfür beratend zur Seite.

Im  Januar 2017 lebten die Mehrzahl der Nonnen wieder in notdürftigen Unterkünften auf dem Gelände von Bigu Gompa. Erstes Ziel ist es, die Unterkünfte der Nonnen, die Gemeinschaftsräume und die Schulgebäude wiederaufzubauen. 

Das Kloster ist seit Januar 2017 wieder mit allradbetriebenen Kleinlastern erreichbar.

Maitri Vihar hat sich zum Ziel gemacht, das Kloster und damit auch die Bewohner der Region dabei zu unterstützen, einen Heilkräutergarten anzulegen und einen Schulungsraum einzurichten.

Wissenschaftlich unterstützt wird das Projekt von Dr. Tenjing Dharke Guge, Leiter des neu eröffneten Sowa Rigpa Internatinal College in Kathmandu.

Erster Schritt war die Wiederherstellung der Wasserversorgung. Die alte Quelle musste neu gefasst werden. Die Wasserversorgung wurde ab März 2017 mit Hilfe eines Schweizer Experten wiederhergestellt. 

Auf dem Gelände wurde auch der Aufbau einer Gesundheitsstation vom Bremer Verein Brepal e.V. unterstützt. Mittlerweile bietet diese Gesundheitsstation eine stationäre zahnärztliche Versorgung des Distriktes sowie Schwangerschaftsvorsorge  für die Frauen.

Durch die Allianz von verschiedenen kleinen internationalen NGOs wird der Wiederaufbau des Klosters verwirklicht.

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